Boden


Bild: Thomas Max Müller (pixelio.de)
Boden und Grundwasser stellen als Lebensgrundlage für Mensch, Tier und Pflanze rechtlich geschützte Güter dar. Die nachhaltige Sicherung oder Wiederherstellung der Funktion des Bodens, die Belange des Grundwasserschutzes sowie der Umgang mit mineralischen und nichtmineralischen Stoffen aus einem Flächenrecycling (Böden, rückgebaute Gebäudesubstanz) werden durch bundes- bzw. landesweit gültige Richtlinien und Gesetze geregelt. Als rechtliche Grundlagen sind hierbei insbesondere das Bundes-Bodenschutzgesetz (BBodSchG) einschließlich länderspezifischer Gesetze, die Bundes- Bodenschutz- und Altlastenverordnung (BBodSchV), das Wasserhaushaltsgesetz (WHG) sowie das Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz (KrW-/AbfG) zu nennen.

Grundstücke, bei denen der Verdacht auf schädliche Bodenveränderungen besteht, stellen bei Erwerb, Eigentum oder Veräußerung ein oft unzureichend kalkulierbares Kostenrisiko dar. Eine fehlende Beweissicherung bei vermieteten bzw. verpachteten Flächen für fremdverursachte Kontaminationen machen eine nachträgliche Geltendmachung von Kosten oft unmöglich. Eine unzureichende Trennung von Boden- bzw. Bauschuttmaterialien treibt die Kosten für eine spätere Verwertung- bzw. Entsorgung der Ausbaumaterialien unnötig in die Höhe.

Die Erkundung und Bewertung von Boden- und hiermit evtl. verbundener Grundwasserverunreinigungen stellen für Industrie, Gewerbe, öffentliche Hand und Kommunen sowie private Investoren und Käufer heute ein gebräuchliches Mittel für die Kalkulation von Kosten und für die Gewinnung von Rechtsicherheit im Grundstücksverkehr dar. Durch die Sanierung von Boden- und Grundwasserverunreinigungen wird neben der Erfüllung von gegebenenfalls bestehenden gesetzlichen Auflagen an eine Sanierung, der Grundstückswert zumeist deutlich gesteigert.

Die geotechnische Erkundung des Bodens stellt eine Grundlage für die auf das System Bauwerk - Boden abgestimmte Gründung dar.